Routenplaner

Während man bis vor einigen Jahren bei langen Autofahrten in fremde Länder oder Gegenden kaum umhin kam, eine Landkarte oder gar einen schweren Atlas mitzunehmen, ist dies heute dank der unzähligen kostenlosen Routenplaner im Internet nicht mehr der Fall. Hier gibt man einfach die Zieladresse ein, druckt das Ergebnis aus und fährt mit wenigen A4-Blättern entspannt los. Das Wälzen dicker Atlanten oder das Herumplagen mit unhandlichen Karten gehört definitiv der Vergangenheit an!

Grundsätzlich funktionieren die meisten der kostenlosen Routenplaner ähnlich. Natürlich muss man zunächst den Startpunkt der Reise eingeben - dies ist in der Regel die eigene Adresse. Anschließend bestimmt man das Ziel. Gut ist es, wenn man sowohl Namen als auch Postleitzahl des Bestimmungsortes weiß, jedoch finden die meisten der Routenplaner auch ohne Postleitzahl schnell den gewünschten Ort. Die meisten Routenplaner finden problemlos alle Adressen nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.

Nachdem man Start- und Zielpunkt eingegeben hat, kann man in der Regel weitere Einstellungen vornehmen. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, sich wahlweise die kürzeste, die schnellste, die wirtschaftlichste oder auch die sehenswerteste Route anzeigen zu lassen. Auch ist es möglich, sich nur bestimmte Straßenarten anzeigen zu lassen. Wer also die Autobahn meiden möchte, wählt einfach "Landstraße" als bevorzugte Route und schon werden Schnellstraßen und Autobahnen außer Acht gelassen.

Die Ergebnisanzeige ist sehr genau - wichtig ist für einen Autofahrer sicher zunächst, wie viele Kilometer es bis zum Zielpunkt sind. Die meisten der Routenplaner im Internet rechnen diese Entfernung übrigens sofort in Benzinkosten um - so sieht man schnell und einfach, wie viel Spritkosten man einplanen muss. Selbstverständlich errechnen die Routenplaner auch die Zeit, die man bis zum Ziel benötigt. Hier sollte man sich jedoch nicht zu sehr auf das Programm verlassen - immerhin spielen Faktoren wie der eigene Fahrstil oder eventuelle Staus und Baustellen hier ebenfalls eine entscheidende Rolle. Als grundsätzlichen Richtwert kann man die vom Routenplaner errechnete Zeit aber durchaus nehmen.
Möchte man etwa einen Bekannten besuchen, dessen Wohnung sich auf der Reiseroute befindet, kann man diese als Zwischenstation einfügen und das Programm errechnet auch diesen Umweg problemlos.

Ebenso nützlich sind die Warnhinweise, welche vom Programm in die Routenbeschreibung aufgenommen werden. Drohen etwa gefährliche Kurven oder sind Geschwindigkeitsbegrenzungen zu beachten, wird dies in der Routenplanung mit ausgedruckt - in einem Atlas sicher undenkbar!
Einige der Routenplaner zeigen sogar aktuelle Staus oder Unfälle an - dies lohnt natürlich nur, wenn man unterwegs einen Routenplaner beispielsweise auf dem Notebook aufruft.

Die meisten Nutzer der Routenplaner bevorzugen es, sich die Strecke auszudrucken - mehr als zwei bis drei A4-Blätter sind dies in der Regel nicht. Wer auf einen Reiseführer komplett verzichten möchte, kann auch auf die kostenlosen Routenplaner im Internet zugreifen. Diese zeigen dem User nämlich auf Wunsch Hotels im Zielgebiet ebenso an wie beliebte Sehenswürdigkeiten. Egal ob Bauwerke, Restaurants oder angesagte Bars und Diskotheken - die Routenplaner kennen jeden Geheimtipp.

Die Routenplaner sind grundsätzlich für Autofahrer ausgelegt, jedoch gilt dies genauso für Motorradfahrer. Selbst ambitionierte Fahrradfahrer können die Routenplaner nutzen und wer eine längere Wanderung zu Fuß vorhat, kann ebenfalls auf diese Programme zugreifen. Allerdings dürfen diese Strecken nicht länger als 50 Kilometer für Fußmärsche beziehungsweise 200 Kilometer für Fahrradtouren sein.