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Sparsame Reform - Was Sie beachten müssen:
Sparsame Reform - Was Sie beachten müssen:
Jetzt ist es amtlich: Ab 1.Juli 2009 berechnet sich die Kraftfahrzeugsteuer nicht mehr alleine aus dem Hubraum und der Motorart des Automobils. Ausschlaggebend wird der CO2-Ausstoß.
Das Kabinett hat das 50 Milliarden Euro Konjunkturpaket II abgesegnet. Darin enthalten: Die Reformierung der seit rund 60 Jahren gültigen Kfz-Besteuerung. Diese zieht bisher ausschließlich den Hubraum und die Verbrennungsart (Otto oder Diesel) als Bemessungsgrundlage heran, lässt aber den viel relevanteren Kraftstoffverbrauch außer Acht.
Neue KFZ- Steuer nur für Neuzulassungen ab 1.7.2009
Ab 1.Juli 2009 wird zwar noch immer zwischen Otto und Diesel sowie Hubraum differenziert, zusätzlich und viel deutlicher fließt auch der CO2-Ausstoß ein. Der steht wiederum im direkten Zusammenhang mit dem Kraftstoffverbrauch.
Berechnung
Steuer-Gewinner sind Käufer, deren Fahrzeug unter 120 Gramm CO2 ausstößt. Denn bis zu diesem Wert wird ausschließlich der Hubraum besteuert. Ab 120 Gramm kommt die CO2-Steuer hinzu. Bei Benzinern kosten jede angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum zwei Euro. Beim Diesel sind es pro 100 ccm 9,50 Euro. Ab 120 Gramm CO2-Ausstoß kostet jedes zusätzliche Gramm CO2 zwei Euro obendrauf.
Den CO2-Ausstoß Ihres Wunschautos können Sie der AutoScout24 Detailseite (Angebotsseite unter "Motor und Umwelt") entnehmen.
Beispiel Golf 1.4 TSI- 26 Euro Steuer pro Jahr
Ein
Golf 1.4 TSI mit 1.390 Kubikzentimeter Hubraum, 122 PS und einem Emissionswert von 144 Gramm CO2 pro Kilometer wird bislang mit 94 Euro besteuert. Ab Juli kostet er nur noch 76 Euro. 28 Euro für den Hubraum (14 x 2 Euro) plus 48 Euro für 24 Gramm „zu viel“ CO2-Emissionen.
Richtig günstig wird es beispielsweise für Käufer des
Honda Insight mit 1,3-Liter-Ottomotor. Mit einem Emissionswert von 101 Gramm pro Kilometer werden nur 26 Euro Steuer fällig.
240 Euro teurer
Teurer wird es dagegen für
Porsche Cayenne-Fahrer, die das S-Modell mit gut 4,8 Liter Hubraum und einem CO2-Ausstoß von 358 Gramm bewegen wollen. Bislang mussten sie 330 Euro im Jahr aufbringen. Ab Juli kostet das SUV 98 Euro (49 x 2 Euro) Hubraumsteuer plus 476 Euro für den CO2-Ausstoß (238 Gramm über der 120er-Grenze) und somit rund 240 Euro mehr.
Anders der Hubraumzwerg
Smart CDI. Sein 0,8-Liter-Diesel belastet die Privatkasse ab Juli mit 76 Euro (8 x 9,50 Euro). Die CO2-Steuer entfällt ganz, da er nur 88 Gramm ausstößt. Bislang kostet er 126 Euro.
Auch der
Opel Insignia kommt als 2.0 CDTI mit 130 Diesel-PS besser weg. Bislang kostet der Euro-5-saubere Diesel 308 Euro im Jahr. Ab Juli werden es nur noch 258 Euro sein. 154 Gramm CO2 (Verbrauch 5,8 Liter) sei dank.
Voraussichtlich 2013 sollen alle „Altfahrzeuge“ in das neue Steuersystem eingegliedert werden – wie das erfolgen soll, ist bislang jedoch unklar.
Zuversicht ob des neuen Systems herrscht bei vielen. Umweltminister Gabriel, ADAC und VDA (Verband der Automobilindustrie) erhoffen sich von der Reform zusätzliche Impulse für den Neuwagenmarkt. Bärbel Höhn von den Grünen nennt die Reform dagegen eine Mogelpackung und hätte es lieber gesehen, wenn Besitzer von SUV doppelt so viel hätten zahlen müssen, wie bisher. Das ist nicht der Fall. Ein Audi Q7 V12 TDI mit sechs Liter Hubraum kostet nach wie vor 926 Euro, ein X5 3.0d kostet ab Juli lediglich zehn Euro mehr.
Nicht genug
Als Nachteil sehen einige Umweltverbände, dass ab Juli 2009 ausschließlich Fahrzeuge steuerfrei zu bewegen sind (bis Ende 2010), die die Euro-6-Hürde knacken. Bislang schafft das nicht einmal eine handvoll Modelle - Euro-5-Fahrzeuge gibt es dagegen reichlich.